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Gühlen-Glienicke

Boltenmhle_033_Triathlon_netzDas Reihendorf Gühlen-Glienicke liegt reizvoll im zum Teil tief eingeschnittenen und schluchtenreichem Bachtal mit Buchen- und Eichenwäldern, Sprudelquelle und Feuchtwiesen. Kalksee, Tornowsee, Giehmsee und die Kochquelle in der Nähe machen die Landschaft zu einem wunderschönen Wandergebiet.

Gühlen-Glienicke wurde 1770 angelegt und war bis 1844 im Besitz des Grafen von Blumenthal zu Horst. Zu Gühlen-Glienicke gehören die Ortsteile Binenwalde, Boltenmühle, Kunsterspring, Neuglienicke, Rheinsberg-Glienicke und Steinberge. Im Tal des Flüsschens Kunster lädt der Tierpark Kunsterspring zum Spaziergang ein. In der weitläufigen, ca. 16 Hektar großen Anlage, leben etwa 500 Tiere in fast 100 Arten - vor allem heimische Wildtiere, aber auch seltene Arten wie Wolf, Luchs, Wildkatze, Wisent, Kranich und Auerhuhn.

Ein ganz besonderes Ausflugsziel ist die Wassermühle von Boltenmühle. Wahrlich, wenn ich nicht Herr von Rheinsberg wäre, möchte ich Müller von Boltenmühle sein, so ein idyllisches Plätzchen ... war schon Friedrich der Große von der Gegend fasziniert. Anno 1718 kaufte Hans-Joachim Boldte aus Rathenow das Land am Tornowsee und am Binenbach, damals hieß das Flüsschen noch Kalkseebach, und baute dort eine Mühle. Auf Erlass des Königs von Preußen wurde sie 1720 als Mahl- und Schneidemühle errichtet. Alle Bauern der Umgebung mussten ihr Getreide in der Boltenmühle mahlen lassen. Die Mühlenbesitzer wechselten häufig, der letzte Müller starb 1932. Seit 1939 ist die Boltenmühle eine beliebte Ausflugsgaststätte. Durch den unteren Gastraum plätschert munter ein Teil des Binenbachs und an der Giebelseite dreht sich wie eh und je das hölzerne Mühlrad.

Schön ist auch eine Wanderung entlang des Binenbachs. Das wilde Bächlein schlängelt sich auf gut einem Kilometer Länge durch den Wald bis zum Kalksee im nahen Binenwalde. Eine Legende berichtet wird von der heimlichen Liebe des Kronprinzen Friedrich zur schönen Försterstochter Sabine, der Bine, die Ort und Bach ihren Namen gab. Die Binenwalder erinnern an die hübsche Maid mit dem Sabinen-Denkmal aus Granit mitten im Ort und feiern am zweiten Augustwochenende das Sabinenfest.