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Molchow

Molchow_S_TraubAus der Mitte des Platzes wächst ein Turm auf, unheimlich und grotesk, als habe ihn ein Schilderhaus mit einer alten Windmühle gezeugt. Von beiden etwas. So beschreibt Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg den ungewöhnlichen Glockenturm in Molchow.

Denn obwohl das Runddorf drei Kilometer nördlich von Alt Ruppin keine eigene Kirche hat, steht mitten im Ort auf einem quadratischen Feldsteinsockel dieser hölzerne Glockenturm. Einst fanden die Molchower die geborstene Glocke, erbarmten sich ihrer und bauten ihr einen Turm, heißt es. Der Turm, so verrät die Inschrift, wurde 1692 für eine Glocke aus dem Jahre 1522 errichtet. Der Legende nach stammt sie aus dem im 16. Jahrhundert wüst gewordenen Eggersdorf.

Molchow wird bereits 1462 erwähnt und liegt sehr idyllisch in der Ruppiner Schweiz am Molchowsee. Der See gehört zur, bei Wasserwanderern sehr beliebten, Ruppiner Seenkette und so erhielt der Ort einen bestens ausgestatteten Wasserwandererstützpunkt.