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Nietwerder

Nietwerder_D_MahlerVon Neuruppin führt die Seedammbrücke bequem in den vier Kilometer entfernten Ortsteil Nietwerder. Hier zieht die 1867 gebaute neogotische Hallenkirche aus gelblichen Hartbranntziegeln die Blicke auf sich.

Sie wurde nach Plänen des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler (1800-1865) anstelle der einstigen barocken Kirche auf einem Feldsteinsockel errichtet. Große Teile Nietwerders gehörten bis 1872 zum Amt Alt Ruppin, andere Teile bis 1690 dem Dominikanerkloster Neuruppin und später bis 1872 der Stadt Neuruppin.

Zwischen Neuruppin und Nietwerder liegt die einstige Kunsthandwerkersiedlung Gildenhall, heute eine Wohnsiedlung. 1921 bauten Keramiker, Kunstschmiede, Bildhauer, Weber und andere Gleichgesinnte die Kolonie auf, um hier gemeinsam zu leben, zu arbeiten und ihre Produkte in eigenen Läden zu verkaufen. Doch nur acht Jahre später beendete die Weltwirtschaftskrise das ehrgeizige Projekt. Fast alle Künstler suchten an anderen Orten ihr Glück.