Der Ort, vier Kilometer nordwestlich von Neuruppin, hieß einst Olden Ruppyn und ist eine der ältesten Städte der Mark. Um 1150 übernahmen die Grafen von Arnstein die alte slawische Burg auf dem heutigen Amtswerder am Ruppiner See und bauten sie zu einer gut befestigten Wasserburg aus.

Erstmals geschichtlich erwähnt wurde der rund acht Kilometer südlich von Neuruppin gelegene Ort anno 1256. Von etwa 1490 bis 1693 gehörte das Dorf der Familie von Zieten zu Wildberg und Wustrau, später u. a. der Familie von Kleist.

...es tritt aus dem Schilf- und Waldufer am deutlichsten hervor und ist mit seinem Kirchturm und seinen Bauernhäusern eine besondere Zierde des Sees. Es gehörte seit Jahrhunderten der Familie von Woldeck. So beschreibt Theodor Fontane das typische Straßendorf, das etwa sieben Kilometer von Neuruppin entfernt malerisch am Ostufer des Ruppiner Sees liegt.

Das Reihendorf Gühlen-Glienicke liegt reizvoll im zum Teil tief eingeschnittenen und schluchtenreichem Bachtal mit Buchen- und Eichenwäldern, Sprudelquelle und Feuchtwiesen. Kalksee, Tornowsee, Giehmsee und die Kochquelle in der Nähe machen die Landschaft zu einem wunderschönen Wandergebiet.

Das Straßendorf liegt 10 Kilometer südöstlich von Neuruppin am Ostufer des Ruppiner Sees. 1356 erstmals erwähnt, gehörte es ab 1872 dem Geschlecht derer von dem Knesebeck. Das prunkvolle Gut im Zentrum existiert nicht mehr, nur die Wirtschaftsgebäude blieben erhalten.

Vier Kilometer nördlich von Neuruppin befindet sich das Dorf Krangen. 1397 wurde es erstmals erwähnt und gehörte bis 1541 zum Kloster Lindow, bis 1764 zum Amt Lindow und bis 1872 zum Amt Alt-Ruppin. Die Kirche des Rundangerdorfes Krangen wurde 1837 im Stil des Klassizismus erbaut.

Lichtenberg ist ein breites Straßendorf und liegt fünf Kilometer südöstlich von Neuruppin. 1365 wurde der Ort Dominus Thidericus de Lichtenberg genannt und gehörte bis 1541 dem Kloster Lindow, bis 1764 zum Amt Lindow und danach bis 1872 zum Amt Alt Ruppin.

Aus der Mitte des Platzes wächst ein Turm auf, unheimlich und grotesk, als habe ihn ein Schilderhaus mit einer alten Windmühle gezeugt. Von beiden etwas. So beschreibt Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg den ungewöhnlichen Glockenturm in Molchow.

Von Neuruppin führt die Seedammbrücke bequem in den vier Kilometer entfernten Ortsteil Nietwerder. Hier zieht die 1867 gebaute neogotische Hallenkirche aus gelblichen Hartbranntziegeln die Blicke auf sich.

Das Straßendorf wird 1396 erstmals als Rodensleue erwähnt und war bis 1701 im Besitz derer von Bellin zu Radensleben. Später erwarb es Rittmeister Alexander Ludolf von Quast als Rittergut. Die Radenslebener Feldsteinkirche mit ihrer kleinen wertvollen Orgel aus dem Jahr 1709 stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Das Straßendorf mit dem Ausbau Stöffiner Berg liegt acht Kilometer südwestlich von Neuruppin. 1256 urkundlich erwähnt, brannte der Ort 1638 gänzlich nieder.

Vom einstigen Rittergut Wulkow, das heute neun Kilometer östlich von Neuruppin direkt an der Bundesstraße 167 liegt, hat leider kaum etwas die Zeiten überdauert. Überliefert ist, das Teile des Ortes im 16. Jahrhundert im Besitz der Bassute zu Wulkow und im 19. Jahrhundert im Besitz derer von Schenkendorf waren.

Schmuckstück des Ortes ist die toskanisch anmutende Kirche von 1835 auf dem Lankeberg. Sie wurde im Rundbogenstil der Schinkel-Schule gebaut. In der Kirche hängt ein Gemälde, das Neuruppin um 1694 zeigt.