Alt Ruppin

Idyllisch am Flüsschen Rhin gelegen, offenbart das einstige Olden Ruppyn ein Paradies für Wassersportler.

Die zwei Arme des Rhin durchfließen die Stadt und lassen den Ortsteil teilweise als Insel erscheinen. Damals herrschten hier die Grafen von Lindow und die Herren von Ruppin. Ihre Burg auf dem heutigen Amtswerder am Ruppiner See bauten sie zu einer gut befestigten Wasserburg aus. Während ihrer Herrschaft wurde Alt Ruppin zum politischen und Neuruppin zum wirtschaftlichen Zentrum ihrer Macht. Nach dem Tod des letzten Besitzers verfiel die Anlage. Als nach dem großen Stadtbrand in Neuruppin 1787 Steine für den Wiederaufbau der Häuser benötigt wurden, wurden die Reste der Burg hierfür vollends abgetragen.

Ein Denkmal auf dem Kirchplatz erinnert an den berühmtesten Sohn des Ortes: Ferdinand Möhring (1816-1887). Der Komponist wurde 1845 zum Organisten der Pfarrkirche St. Marien in Neuruppin berufen und unterrichtete zudem als Musiklehrer am Alten Gymnasium.

Auch für Naturfreunde hat der Ort Reizvolles zu bieten: Eine Waldzentrale - ein Museum zum Anfassen und Ausprobieren, das aus dem einstigen kleinen Forstmuseum entstand. Hier können Kinder und Jugendliche selbst einmal Förster oder Waldarbeiter sein und Verantwortung für den Wald übernehmen. Ebenfalls lohnt sich ein Blick in den aufwendig sanierten Kornspeicher Neumühle mit Werkstätten und einer riesigen Ausstellung restaurierter Möbel.

Seit über neun Jahrzehnten laden die Alt Ruppiner alljährlich am ersten Augustwochenende zu einem ganz besonderen Fest ein. Zur Korsofahrt wird mit den Gästen bis tief in die Nacht gefeiert. Originell gestaltete Boote und liebevoll geschmückte Ufergrundstücke können dann am und auf dem Rhin bestaunt werden.