Gnewikow

Bereits Theodor Fontane schrieb über das einstige Rittergut und rühmte es als eine besondere Zierde des Ruppiner Sees.

"Gnewikow, Karwe und Wustrau, sind Rittergüter. Das erstere tritt aus dem Schilf- und Waldufer am deutlichsten hervor und ist mit seinem Kirchturm und seinen Bauerhäusern eine besondere Zierde des Sees."

Von 1307 bis etwa 1850 herrschte hier die Gutsfamilie von Woldeck. Auf der östlichen Seite des Kirchhofes liegt noch heute der verwitterte Grabstein des Rittmeisters Gregor von Woldeck. Die Adelsfamilie ließ ein Gutshaus um 1800 errichten, deren spätere Eigentümer stockten es um ein Geschoss auf und schmückten es mit einer spätklassizistischen Fassade. Früher dienten die Gebäude als Ausbildungsstätte für Facharbeiter landwirtschaftlicher Betriebe mit Lehrlings- und Ledigenwohnheim. Heute lädt auf dem Gelände des einstigen Gutes das Jugenddorf am Ruppiner See Mädchen und Jungen aus aller Welt zu Erkundungen und zu Sport und Spiel am Ruppiner See ein. Mittelpunkt des Jugenddorfes ist das rekonstruierte Gutshaus mit Hotel, Restaurantbereich, Wintergarten und Sonnenterrasse.

Im 19. Jahrhundert wurden die Ziegeleistandorte Seehof und Seeblick gegründet. Hermannshof wurde als mittelständischer Gewerbehof ausgebaut. 1925 setzte ein Brand der Ziegelproduktion ein Ende.

Besucher erwartet im Rahmen des Kirchensommers von Mai bis September jeden Samstag ein kulturelles Angebot aus Lesungen, Konzerten und Ausstellungen. Mit Kaffee und Kuchen lässt sich am malerischen Ostufer des Ruppiner Sees ein interessanter Nachmittag verbringen.